AUFENTHALTESTELLE VAIHINGEN – BEITRAG ZUM KOOPERATIVEN WERKSTATTVERFAHREN
Wie kann ein Infrastrukturrand zu einem gemeinsamen Lebensraum für Menschen und Tiere werden? Für die AufentHaltestelle Vaihingen entwickelt Studio Animal-Aided Design gemeinsam mit Daniel Schönle Architektur und Stadtplanung ein Konzept, das urbane Transformation, Biodiversität und gesellschaftliche Nutzung miteinander verknüpft.
Ausgangspunkt ist eine räumliche Dualität von Dichte und Offenheit: Im Südwesten entsteht ein urbaner Knotenpunkt mit Mobilität, Bildung und Sport. Im Nordosten öffnet sich ein vielgestaltiger Parkraum, dessen Zentrum das Circuleum bildet – ein experimenteller Ort für Kultur, Begegnung und temporäre Nutzungen, der als sozialer und programmatischer Anker erhalten und weiterentwickelt wird. Zwischen diesen Polen spannt sich ein Freiraumsystem, das als ökologisches Rückgrat funktioniert. Ein lineares Xeriscape bildet trocken-warme Lebensräume für spezialisierte Arten, während entlang des geöffneten Sindelbachs Feuchtbiotope entstehen. Gehölzsäume, Wiesen und Ruderalflächen vernetzen diese Habitate und ermöglichen es, ökologische Prozesse in den Stadtraum einzubetten.
Animal-Aided Design wird hier als entwurfsleitendes Prinzip eingesetzt: Die Anforderungen ausgewählter Zielarten strukturieren Räume, Materialien und Nutzungen von Beginn an. So entstehen Freiräume, die gleichzeitig Aufenthaltsorte, Bewegungsräume und Lebensräume sind – robust, wandelbar und anschlussfähig an ihre Umgebung. Ergänzt wird das Konzept durch eine blau-grüne Infrastruktur, die Wasser, Vegetation und gebaute Strukturen koppelt und den Ort zu einem klimaresilienten System weiterentwickelt.
ORT
Stuttgart, Deutschland
KUNDE
Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Stadtplanung und Wohnen
PROJEKT-PARTNER
PROJEKT-TEAM
Qingyu Liang, Ariane Mutzel, Thomas E. Hauck (SAAD)
GRAFIK
Sarah Sutter, Aly Elsayed & Qingyu Liang
ZEITRAUM
2025
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